• Hall of Fame •

Sebastian Gründler

Persönliches
• Geboren am 22.06.1976 in München
• Outdoor-Fotograf und Sportjournalist
• Beginn der Paddelleidenschaft: mit etwa elf Jahren
• Lieblingsziele: Norwegen, Piemont/Tessin, Chile
• Weitere Hobbys: Klettern, Gleitschirmfliegen, Laufen, Dias sortieren

Milestones
• Sieger im Nike ACG-Extrem-Rennen in Voss (Norwegen) 2002, zeitgleich mit Kitt
• Erstbefahrungen im Karwendel, Österreich, Schweiz, Norwegen, Sibirien, Piemont, Türkei
• Erste durchgehende Befahrung der obersten Cannobino-Schlucht mit Kitt

Lieblingsbäche
• Laerdalselva (Norwegen)
• Rio Laboreiro (Spaniel/Portugal)
• Ötscherbach (Österreich)

Gründlers Kajaks
XENO (am liebsten und immer und überall)
SPEEDO (für sportliches Wuchtwasser, für technisch Verblocktes und auf Expedition)
SALTO (für mehr Sicherheit im Steilen)

 

Mein Highlight aus 2004

Sebstian Gründler
 

Herbst, idealer Wasserstand. Meienreuss-Klamm, Schweiz. Bei der wahrlich mühseligen Besichtigung des tief eingeschnittenen Gletscherbächleins wird schnell klar: Genusspaddeln ist das nicht. Einsteigen könnten wir am Ortsanfang von Meien nach mehreren unfahrbaren Stufen. Auf den ersten Metern folgen gleich zwei weitere unfahrbare Schlitze, die trickreich aber wenigstens im Boot über die Felsen rutschend bewältigt werden könnten. Ein paar Stufen und so Zeugs dazwischen, dann donnert das Wasser ungebremst in die Wand direkt oberhalb der Brücke. Ob wir es da nach rechts schaffen, was ist mit der rückläufigen Stufe direkt im Anschluss, was, wenn wir weiterschwimmen? Fragezeichenmienen spähen ins Halbdunkel. Nächster Wasserfall unfahrbar, gnadenlos zieht die Strömung aus dem Tumpf, ohne Halten unter die linke Wand, kein Entkommen. Vor der Abbruchkante mitten in der Strömung aussteigen, Boote hochseilen, buckeln. Unterhalb des nächsten Katarakts könnte man wieder einsetzen. Brennesseln, Schlamm, lose Felsen, Alpinstart. Ein paar weitere Stufen, eng und verwinkelt, Baumverhaue, Klamm, glitschig, richtig unfahrbar erst wieder am Klammausgang, wo man das nahe Tal schon sehen kann. Eiertanz am Wurfsack, bis über die Knie in der reißenden Strömung, Fehler unverzeihlich und deswegen nicht erlaubt.

Nach endlosem Hin und Her, Abwägen der Risiken und am Ende sinnleeren "Sollenwirodersollenwirnicht-Diskussionen" haben wir es mit einem flauen Gefühl im Magen getan. Ob es sich gelohnt hat? Naja, paddeln kann man es wohl kaum nennen. Aber verdammt, ich habe mir fast in die Hosen gemacht, war aufgedreht wie ein Kleinkind, und all das wegen dieser Minirinne im Playmobilformat! Irgendwie war es eben schon ein Highlight!

Von den anderen Highlights gibt es übrigens sogar Bilder:

ProTeam / Sebastian Gründler
Zwischen glattem Granit und Grundgestein wartet
der Prüfstein der Traumkombination auf dem
Rio Laboreiro in Spanien/Portugal.
ProTeam / Sebastian Gründler
Wer diese Stufe auf dem Oberen Rizzanese
in Korsika sauber boofen will, sollte sich einen
Scheibenwischer zulegen - oder den Autoboof
des XENO.
ProTeam / Sebastian Gründler
An der unfahrbaren Eingangsstufe zum Zweiten
Canyon am Kitoy sind wir froh um unsere leichten
SPEEDOs - auch wenn diese durch die Expeditions-
ausrüstung etwas schwerfällig auf der Schulter liegen.
ProTeam / Sebastian Gründler
Eigentlich hatten wir den SPEEDO ja mit offenem
Wuchtwasser nach Sibirien gelockt. Auf dem
Ekhe-Gol macht er trotzdem auch eine gute Figur!